Geschichte des Taekwon-Do |
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"Taekwon-Do" hat eine rund 1800 Jahre alte Tradition. Am Anfang stand eine einfache |
Kampftechnik, "Subak", in der vorwiegend Handtechniken angewendet wurden. |
Die alten Koreaner betrieben "Subak" auch als Turnierkampf, allerdings ohne |
Schutzwesten. Etwa 300 bis 400 Jahre später kam als zweite Kampfart das "Taekyon" |
hinzu, bei der die Beintechniken dominierten. Dieser Name blieb, als sich beide |
Kampfarten schließlich zu einem System vermischt hatten. |
Während der dann folgenden Jahrhunderte erlebte "Taekyon" Höhen und Tiefen. |
In verschiedenen Provinzen Koreas wurde es stark mit chinesischen Techniken |
durchsetzt, woraus Namen wie "Kung-Su", "Tae-Soo-Do" usw. resultieren. |
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"Sylla" war das kleinste jener drei Königreiche, in die Korea damals geteilt war, und lebte |
in ständiger Furcht, entweder aus dem Norden vom Königreich "Koguryo" oder aus dem |
Westen von "Baekchae" überfallen und besetzt zu werden. Etwa um 500 n.Chr. wurden |
die Übergriffe seitens "Koguryo" unerträglich. "Syllas" König Chin-Hung, der bereits seit |
37 Jahren regierte, rief die Jugend auf, das Vaterland zu verteidigen; es wurde eine straffe |
Organisation, "Hwarang-Do", gebildet, um die nationale Krise zu beenden. |
"Hwarang-Do" förderte und übte die Kriegskünste, aber auch Literatur und Musik. |
Dem Hwarang-Do-General Kim-Yo-Sin gelang es um 668 n.Chr., die drei Königreiche |
zu vereinigen und so erreichte "Taekyon" in der folgenden Dynastie seinen Höhepunkt. |
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In den folgenden Jahrhunderten geriet das "Taekyon" fast in völlige Vergessenheit, bis |
es nach der Besetzung durch Japan "Taekyon" mit "Karate" vermischt wurde |
(daher auch die Bezeichnung "koreanisches Karate") und gewann immer mehr an |
Bedeutung. Der Name "Taekwon-Do" wurde 1955 von General a. D. Choi Hong-Hi |
(9.Dan) kreirt und durch die höchsten Dan-Träger Koreas bestätigt. |
Der General sorgte für größte Verbreitung (Ohdokwan-Taekwon-Do) und führte es |
bei der koreanischen Armee ein. Seine Anhänger, allen voran Kwon-Jae-Hwa und |
Kim Kwang-Il führten Taekwon-Do in den Jahren 1965 - 1972 in Deutschland ein. |
1968 wurde Taekwon-Do in den Deutschen Judo Bund aufgenommen, der im selben |
Jahr die erste deutsche Taekwon-Do Meisterschaft ausrichtete. |
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Bei der ersten Weltmeisterschaft 1975 in Seoul belegte die BRD von 28 Nationen |
den 4.Rang und bei diesem Anlaß wurde die WTF (World Taekwondo Förderation) |
unter Mitwirkung der Bundesrepublik gegründet. Auf dem DAN-Tag von 1977 wurde |
beschlossen, alle vorhanden Taekwon-Do-Richtungen anzuerkennen. |
1981 löste sich unter der Führung von Heinz Marx, die Taekwon-Do-Sektion aus dem |
DJB und gründeten die DTU (Deutsche Taekwondo Union), diese wurde 1982 in |
den Deutschen Sportbund aufgenommen. |
Ein Jahr später (1982) wird die BTU (Bayerische Taekwondo Union) gegründet. |
1988 wird Taekwon-Do als Demonstrationswettbewerb bei den olympischen Spielen |
zugelassen und seit 2002 ist Taekwon-Do in der Diziplin Vollkontakt-Wettkampf |
olympische Diziplin, bei der wir eine Silbermedaille für Deutschland erkämpfen konnten. |
Im Jahr 2006 wird erstmals eine Weltmeisterschaft "Technik" in Seoul (Korea) |
ausgetragen, wobei das deutsche Team eine Silbermedaille und ein Bronzmedaille |
erringen kann und Platz 6 in der Länderwertung belegt. |
Eine technische Neuerung hält Einzug im Bereich "Vollkontakt" und zwar |
die elektronische Weste, die "parteiische Entscheidungen" und Fehlentscheidungen |
des Kampfgerichtes ausschliessen soll. |